Laut Branchenradar.com Marktanalyse wurde 2024 in Deutschland außenliegender Sonnenschutz für 1,06 Mrd. EUR zu Herstellerpreisen verkauft. Damit wäre der Markt das zweite Jahr in Folge geschrumpft, wobei das Minus mit 12,0 % etwas geringer ausfiel als 2023 (-14,9 %). Neben geringer Nachfrage aus dem kriselnden Neubau sei auch das Ersatzgeschäft weiter erodiert: Umsätze von 615 Mio. EUR bedeuten hier Einbußen in Höhe von knapp 7 % gegenüber 2023 und von stolzen 27 % verglichen mit 2022.
Im Januar 2025 wurden in Deutschland Baugenehmigungen für 18.000 Wohnungen erteilt. Laut Statistischem Bundesamt sind das 6,9 % mehr als im Vorjahresmonat. Damit stieg die Zahl der Genehmigungen im Vorjahresvergleich den zweiten Monat in Folge (Dezember 2024: +5,1 %). Zuvor waren die Werte seit April 2022 rückläufig.
Nach der Einarbeitung durch seinen Vorgänger Brian Morgan wird Alec Pratt im Juni 2025 neuer CFO beim britischen Bodenbelagskonzern Victoria. Der 39-Jährige kommt aus dem Finanzsektor und war zuletzt bei der Deutschen Bank als einer der Leiter der Abteilung EMEA Financial Sponsor M&A mit Fusionen und Übernahmen befasst. Seine Erfahrung in den Bereichen Finanzen und Kapitalmärkte soll dem in der Vergangenheit stark expansiven Unternehmen weiteres Wachstum sichern.
Ende September 2025 wird Christian Ciesla Bodenbelagshersteller Windmöller verlassen. Seine operative Tätigkeit hat der langjährige Vertriebsleiter Handel und Objekt D/A/CH bereits beendet (BTH Heimtex berichtete). Die Leitung Vertrieb D/A/CH Gesamt hat zum 1. März Christoph Westermann übernommen. Er kam 2023 von Amtico International zu Windmöller, zunächst als Key-Account-Manager Hotel & Hospitality sowie Retail & Stores, um dann auf den Posten des Vertriebsleiters D/A/CH Objekt zu wechseln. In seiner neuen Funktion berichtet Westermann direkt an Ernest Kukshausen, der ebenfalls im März bei den Augustdorfern als Head of Sales Europe angetreten ist.
Nachdem es im Jahr 2023 einen Rückgang von 13,3 % gab, hat sich der Laminatabsatz im Jahr 2024 wieder stabilisiert. Der Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller (EPLF) teilte mit, dass die Verkaufszahlen mit 313 Mio. m2 nur 1,4 % unter denen des Vorjahres lagen. In den meisten Regionen zogen die Absätze der im Verband organisierten Hersteller an. In Westeuropa, das 51 % des gesamten Gesamtvolumens ausmacht, wurde ein Absatzrückgang von 2,7 % im Vergleich zu 2023 verzeichnet. Auf den drei größten Märkten Deutschland, Frankreich und Großbritannien gab es Absatzrückgänge von 2,4 %, 7,3 % und 8,8 %. Positiv entwickelten sich die Türkei mit +16,8 %, Italien mit +11,3 % und die Niederlande mit +3,2 %. Auch andere Regionen verzeichneten eine positive Entwicklung, darunter Asien (+10,5 %), Nordamerika (+8,8 %) und Lateinamerika (+8,5 %).
Einen leichten Umsatzzuwachs von 1,6 % auf 27,8 Mio. EUR verzeichnete Zimmer + Rohde im Geschäftsjahr 2023. Dass das Ergebnis nach Steuern dennoch ins Minus rutschte (-1,3 Mio. EUR) erklärt der Textilverlag mit Aufwendungen aus einer Verlustübernahme und Einmaleffekten aus der Übernahme der Tochtergesellschaft Ado Goldkante. 2022 hatte es noch einen Überschuss von 176.233 EUR gegeben.
Der Kölner Bodenbelagsgroßhandel Orth, der seit 2006 zu 100 % zur Mega-Gruppe gehört, wird nun in die Mega integriert. Wie der handwerkseigene Großhändler mit Sitz in Hamburg mitteilte, ist der Standort in Essen bereits im Dezember 2024 in die ehemalige Zentrale der MEG Rhein-Ruhr in Essen umgezogen. Die Niederlassung in Aachen wurde ebenfalls zum Jahreswechsel zur Mega Aachen. Die vertrieblichen Aktivitäten von Orth in Köln übernimmt zum 31. März 2025 Großhändler Rafa.
Die Schweizer Sharkgroup vertreibt ihre Bodenbeläge der Marke Enia Flooring in den Niederlanden exklusiv über Intercombi. Das 1983 gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Kaatsheuvel/Noord-Brabant. Zum Sortiment gehören neben elastischen Belägen, Laminat und Parkett auch Unterlagen, Verlegewerkstoffe und Zubehör.
Die belgische Zeitung De Tijd berichtet von einer Milliardenforderung der belgischen Steuerbehörden gegen den US-Bodenbelagskonzern Mohawk. Dabei gehe es um die Bewertung eines internen Darlehns für die Tochtergesellschaft IVC, die zu einer Nachveranlagung für die Geschäftsjahre 2017 bis 2021 geführt habe. In dem Betrag von 1 Mrd. EUR seien auch Geldstrafen enthalten, aber noch keine Verzugszinsen. Seitens des Unternehmens wurde Einspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt.
Seit 2021 nimmt die Zahl der Auszubildenden bei den Parkett- und Bodenlegern kontinuierlich ab und erreicht aktuell einen neuen Tiefststand: Mit Stand Februar 2025 gab es in Deutschland über alle drei Lehrjahre hinweg 557 Parkettleger-Azubis (-7,5 %) und 380 Bodenleger-Azubis (-9,5 %). „Der Fachkräftemangel ist bei uns extrem angekommen. Gehen die Zahlen in der Zukunft noch weiter runter, kommen auf das Handwerk, die Industrie und die Berufsschulen große Probleme zu. Viel Können und Wissen wird verloren gehen“, so die Einschätzung von Tobias Michalak, Fachgruppenleiter Aus- und Weiterbildung im Bundesverbands Parkett und Fußbodentechnik (BVPF).